Eine Geschichte aus München

1842
LODENFREY steht wie kaum eine andere Marke in Deutschland für Stil und Tradition. Das Unternehmen mit Sitz in München wird mittlerweile in der 6. Generation der Familie geführt. Unser Ziel ist es, mit unseren kultigen Produkten, die auf natürliche Materialien setzen, auch zukünftige Generationen zu inspirieren.

1842

Das Gründungsjahr von Lodenfrey. Der junge Johann Georg Frey kommt als gelernter Weber nach München und erwirbt im Alter von 21 Jahren für 250 Gulden eine "Webergerechtsame", seine erste Lizenz. Er beginnt mit 10 Webstühlen einfache und glatte Wollstoffe zu fertigen.
Der wasserabweisende Loden bringt ihm für diese Weltneuheit 1855 auf der Pariser Weltausstellung die Goldmedaille.

1862

Eine mechanische Schafwoll-Spinnerei, Tuch- und Wollwarenfabrik im Dianabad in Münchens Englischem Garten wird erbaut. Die vorhandenen Wasserkraft des Schwabinger und die günstige Lage bieten alles Wünschenswerte zur Herstellung von Loden. Der gewaschene und gewalkte Loden kann hier an der Luft getrocknet werden.

1870

Der Grundstein zu der Fabrikanlage an der Osterwaldstraße in München ist gelegt und die internationale Karriere des Naturprodukts Loden ist nicht mehr aufzuhalten. Der deutsche und österreichische Adel mit Kaiser Franz Joseph I (1830-1916) an der Spitze trägt den Loden zur Jagd und macht ihn damit hoffähig.
1872 entwickelt sein Sohn, Johann Baptist Frey, den Strichloden. Das ist der erste wirklich wasserabweisende Loden, ein im Strich gerautes und imprägniertes Gewebe - die Geburtsstunde des Lodenmantels, der zum ikonischen Klassiker wird.

1928

Georg Frey tritt in dritter Generation in das Unternehmen ein. In diesem Jahr wird auf dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze, mit dem Bau der bayerischen Zugspitzbahn begonnen. Gegen das raue Wetter und den kalten Wind tragen die Männer Lodenmäntel von Lodenfrey. Der Bau einer eigenen Kleiderfabrik ermöglicht die industrielle Konfektionierung der Lodenmäntel.
Sie können an Wiederverkäufer weitergegeben werden. Dank der expansiven Geschäftspolitik ist es möglich, trotz einsetzender Wirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre den Umsatz stetig zu erhöhen.

1930

Neben sieiner Tätigkeiten bei Lodenfrey widmete sich Georg Frey vor allem seinem Hobby, dem Käfersammlen. Er bereiste die ganze Welt und baute so, mit 3 Millionen Käfern aus 97.000 Arten die größte private Käfersammlung der Welt auf. Diese Exemplare stellte er in seinem Museum in Tutzing aus. Außerdem avancierte er zum Ehrendoktor der Ludwigs-Maximilans-Universität in München und zum Honorarkonsul von Guatemala. Heute bilden die Käfer einen Schwerpunkt der entomologischen Sammlungen im Naturhistorischen Museum Basel.

1933 - 1945

Die Lodenfrey Geschichte in den Jahren des Nationalsozialismus  ist in einem eigenständigen Historikerbericht ausführlich dargestellt. Auf Anfrage können wir Ihnen gerne ein Exemplar bereitstellen.

1948

Lodenfrey erobert den Weltmarkt. In USA und Frankreich werden Zweitfirmen gegründet, im Empire State Building in New York sowie in Boston werden Verkaufbüros eröffnet. Darüberhinaus gibt es Verkaufsfilialen in Dresden, Wien, Brüssel und Stockholm. In den 50er Jahren exportiert Lodenfrey bereits in über 40 Länder.

1950er

Herbert  und Georg Frey übernehmen als vierte Generation die Geschäftsleitung und treiben die Expansionspolitik weiter voran. Es gibt 600 Verkausstellen weltweit und Lodenfrey Produkte werden nach Chile, Syrien, den Libanon und nach Jordanien an den König Hussein verkauft.
1964 wird im Österreichischen Bad Ischl mit dem Aufbau einer großzügigen Fabrikanlage begonnen. In kurzer Zeit zählt die österreichische Tochter zu den modernst ausgerüsteten Betrieben der Welt.

1950er

Die Leistungen für Mitarbeiter werden verbessert: Der erste Betriebskindergarten inklusive Säuglingsstation Deutschlands wird in der Münchner Lodenfabrik eröffnet, eine Betriebskrankenkasse wird entwickelt, ein Werksbücherei eröffnet und Wohnraum für Arbeitnehmer geschaffen.
Es gibt eine Lodenfrey Skihütte, die von allen Mitarbeitern für Ausflüge genutzt werden konnte. Dort wurde jährlich ein legendärer Faschingsball organisiert und auch der Besuch auf dem Oktoberfest war und ist immer ein Highlight.

1960

Lodenfrey beschäftigt 2.000 Mitarbeiter und ermöglicht jährlich 60 Lehrlingen die Ausbildung. Wir freueun uns, dass auch heute unser Team noch aus vielen der ehemaligen Lehrlinge besteht.
1970 - die Näherinnen in München werden knapp, die Auflagen werden schärfer und die Produktion wird teurer. Bayerische Lodenmäntel werden jetzt unter Palmen genäht, in einer eigenen Produktion auf Malta.

1990er

Erneuter Generationswechsel im Hause Lodenfrey. Mit Frau Dr. Sabine Frey und Herrn Dr. Dr. Peter Frey übernimmt die 5. Generation das Unternehmen.
 
1995 bringt die fünfte Generation die modische Lifestyle-Kollektion Country Frey auf den Markt. Damit ist das Haus zur Jahrhundertwende gerüstet. Lodenfrey setzt neben klassischer Funktion und Tracht auf modische Zeichen für die neue Zeit.
 
1996 wird das bayerische Traditionsunternehmen Zeiler übernommen, das auf Lederbekleidung spezialisiert ist. Lodenfrey baut ein Entwicklungs- und Logistikzentrum in Garching bei München und verlegt den Firmensitz dorthin.

2003

Zusammen mit seiner K. H. Prinz Leopold von Bayern wird die exklusive Trachtenkollektion "Poldi" ins Leben gerufen.
Darauf folgen weitere neue Marken. "Wearable electronics" entwicklet Multimedia Tracht, mit der Musik gehört und telefoniert werden kann, sowie einen beheizbaren Lodenmantel. Lodenfrey erhielt dafür vom Freistaat Bayern einen Innovationsgutschein.
2011 die Rodellegende "Schorsch Hackl" ist Pate für eine neue Kollektion, bestehend aus Loden- und Strickjoppen.

2019

Mit Antonia und Leonard von Pfister steigt die sechste Generation ins Familien Unternehmen ein. Neben der Weiterentwicklung der Produkte ist das Ziel, das Unternehmen, die Produktion und den Einkauf so nachhaltig wie möglich zu gestalten, um klimaneutral und zirkulär die 200-Jahrfeier im Jahr 2042 feiern zu können.
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